Ein Leben wie im Fegefeuer …

ist ein Interview überschrieben, das die Spiegel-Redakteurin Beate Lakotta mit dem an Alzheimer erkrankten Psychologieprofessor Richard Taylor geführt hat. Dafür hat sie nun den deutschen Reporterpreis in der Kategorie „bestes Interview“ erhalten. In der Begründung der aus prominenten Journalisten bestehenden Jury hieß es, die Krankheit Alzheimer werde hier aus der Perspektive eines Betroffenen beschrieben, man erfahre in dem Interview mehr als in anderen Textformen über die brüchige Grenze zwischen Gesundheit und Krankheit. Eine Beschreibung wie er Alzheimer empfindet, hat mich besonders beeindruckt:

Taylor: Wenn Leute mich fragen, wie es ist, mit Alzheimer zu leben, dann sage ich immer: Es ist ein Gefühl, als säße ich im Wohnzimmer meiner Großmutter. Ich betrachte die Straße draußen durch ihre Spitzenvorhänge. Die Vorhänge haben Muster mit dicken Knoten, die mir die Sicht versperren. Manchmal bewegen sich die Vorhänge im Luftzug, und ich sehe etwas wieder, und dann schwingt die Gardine zurück, und ich bin wieder abgetrennt von meinen Erinnerungen.

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Das Interview ist hier nachzulesen.

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