Wie sich die Dinge fügen oder: Anfang und Ende

Einige Wochen nachdem ich Mama im Juni 2005 nach Berlin geholt hatte, begann ich Fernsehsendungen anzuschauen, die mich vorher nie interessiert hatten (Großstadtrevier, Sachsenklinik und „Einsatz in vier Wänden“ …). Außerdem begann ich Blogs zu lesen und selber zu bloggen. Gerne habe ich mich bei den Blogs aufgehalten, in denen Menschen von ihrem Leben in einem anderen Land erzählen oder bei Familienblogs, die manchmal auch verächtlich „Windelblogs“ genannt werden. Ich brauchte einfach was Normales als Kontrastprogramm, wenn auch nur im Fernsehen oder virtuell.

Bei ihr kam beides zusammen. Sie lebte mit dem Ähemann in Finnland und forschte für ihre Doktorarbeit über Mäuse. In den ersten Wochen meines Mitlesens schrieb sie von ihrer ersten Schwangerschaft. Ich habe regelmäßig mitgelesen, wie sie dieses Kind – genannte „Mäusemädchen“ – und später noch die beiden kleineren Brüder ins Leben hinein begleitet. Heute lese ich, daß das Mäusemädchen ihren 5. Geburtstag feiert, und ich kann gar nicht sagen, warum mich das zum Weinen bringt. Das Leben mit Kindern verändert einen tiefgreifend, aber das mit pflegebedürftigen Angehörigen auch. Nur denke ich, daß letzteres noch nicht ins allgemeine Bewußtsein gedrungen ist.

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