Demente Väter

Beide sind Ärztinnen, beide haben demente Väter, beide sind prominent, jedoch in anderen Bereichen als dem medizinischen: Ministerin Ursula van der Leyen und Schauspielerin Maria Furtwängler. Ihr Gespräch über ihre dementen Väter ist im Magazin der Süddeutschen erschienen und kann hier nachgelesen werden: Lesebefehl!

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3 Gedanken zu „Demente Väter

  1. informativ? jein.
    hilfreich? eher nein.
    denn die Interview-Kommentatoren haben es schon vielfach auf den punkt gebracht: es geht hier bei beiden dementen um privilegierte mit ebenso privilegierten angehörigen. Pflege rund um die Uhr, Zuhause, ist für den Durchschnittsbürger oder gar Rentner absolut nicht finanzierbar.
    und einen wirklich guten heim/pflege-platz zu bekommen ist sowas wie ein 6er im Lotto.
    alles in allem könnten diese beiden privilegierten Töchter einiges bewegen, ja sogar Finanzen für Anschubprojekte hergeben – aber solche fragen stellen Journalisten heutzutage nicht mehr.
    und über das marode Gesundheitssystem fiel auch kein einziges wort . . .

    wie heißt das so schön; „eine vertane chacne“, dieses Interview. aber die zeit Leser gehören ja wohl mehrheitlich auch in den kreis der privilegierten in diesem unserem lande . . . (das mal ein gut funktionierender Sozialstaat war).

  2. Ich finde das Interview hervorragend!
    Vieles, was beide Damen schildern, habe ich mit meiner Mutter genauso erlebt.
    Und die Wut mancher Kommentatoren unter dem Artikel kann ich nicht ganz teilen.
    Ja, beide Damen sind privilegiert. Aber IHR emotionales Erlebnis, mit der Krankheit eines Elternteiles zurecht zu kommen, unterscheidet sich erst einmal nicht von ärmeren Menschen.
    Und der Sozialstaat funktioniert insofern in unserem Land ganz gut, da z.B. Menschen mit geringer Rente in dem gleichen guten Heim wie meine Mutter leben können, da das Sozialamt dies dann bezahlt.
    Die Pflege zuhause mit den vielen verschiedenen Pflegekräften werden sich ärmere Menschen nicht leisten können. Aber meine Mutter z.B. fühlt sich in dem Heim, das sie sich bei gesundem Zustand selbst ausgesucht hatte, sehr wohl. Die Pflege und die Ansprache durch die vielen verschiedenen Menschen im Sozialdienst hätten wir – auch als Millionäre – unserer Mutter in dem Endstadium der Krankheit, in dem sie sich seit Jahren befindet, nicht bieten können.

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