Feigheit vor dem Freund

lautet die Überschrift eines Kommentars von Andreas Öhler in der ZEIT, in dem er sich mit dem Schweigen der evangelischen Kirche auseinandersetzt nachdem deren Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider und seine an Krebs erkrankte Frau Interviews gegeben haben, in denen Nikolaus Schneider sagte, er würde seine Frau begleiten, wenn sie sich für aktive Sterbehilfe entscheiden würde.

Der Humanistische Verband hat in seiner Onlinepublikation darüber geschrieben, aber in den allgemeinen Medien und auch denen der evangelischen Kirche blieb es ruhig. Andreas Öhler meint dazu:

„Hinter der offensiven Verletzlichkeit, mit der die Schneiders sich in den Medien zu Wort meldeten, steckt ein Kalkül: Nikolaus Schneider sagt: „Ich will die Position der EKD nicht verändern, aber ich will die Diskussion.“ Doch die bekommt er nicht, zumindest nicht in den eigenen Reihen. Sein Vorvorgänger Wolfgang Huber, die Bischöfe Heinrich Bedford-Strohm und Ralf Meister oder namhafte Theologen wie Christoph Markschies respektieren die privaten Beweggründe des scheidenden Ratsvorsitzenden und schauen auf die Wahl des Nachfolgers. Einer theologischen Diskussion stellen sie sich erst einmal nicht. Auch Margot Käßmann hält sich auffallend bedeckt.“

Den ganzen Kommentar kann man hier nachlesen.

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