Exportschlager Demenz?

… heißt eine Überschrift im Polit-Blog der Basler Zeitung von heute. Der Proffessor für politische Soziologie Walter Hollstein nimmt eine Entwicklung in den Blick, die nicht nur in der Schweiz zunehmend um sich greift. Demenzkranke Senioren werden – auch von Kommunen – in Pflegeeinrichtungen in Asien untergebracht auch im Blick darauf, wieviel Geld sich dadurch einsparen läßt:

Bei uns läuft der Demenzexport «diskreter» und vor allem schweizerisch pragmatisch. Es wird cool gerechnet und kalkuliert; moralische Bedenken und generationenübergreifende Verantwortung haben da keinen Platz. Der Aufenthalt für einen Demenzkranken in Asien kostet nur halb so viel wie in der Schweiz. Da kalkulieren viele Gemeindeverwalter schon, wie viel sie einsparen können und melden rasch ihr Interesse für solche Projekte an. Die Betreiber und Bauherren sind sowieso begeistert, weil sie mit einer hohen Rendite rechnen dürfen.

Auch die Leserkommentare sind lesenswert.

Vermittlung von Haushaltshilfen aus Osteuropa

Einer der häufigen Suchbegriffe, die auf dieses Weblog führen ist die Kombination von „Pflegekraft“ und „Polen“ oder „Osteuropa“.
In den letzten sieben Tagenlas sich das so:
Was kostet eine Polin
Was kostet eine Polin zur Pflege
Polin Pflegekraft
Polin Haushaltshilfe was darf sie kosten
wohnen Betreuung Polin
was kostet Polin die sich um Senioren kümmert

Nur die Suchanfragen nach dem Demenzdorf in den Niederlanden übersteigen die Anfragen nach den Haushaltshilfen aus Osteuropa.

Deshalb sei auf den Blogeintrag von Frau Apfelriemchen verwiesen, die ihre Erfahrungen bei der Suche nach einer polnischen Pflegekraft Haushaltshilfe beschreibt und zwar hier.

Zu diesem Themenbereich habe ich in den letzten Jahren einige Postings verfaßt:
Legal, illegal – scheißegal (2.9.2005)
Nahe Fremde ein Artikel von Felice Röhrs im Tagesspiegel (23.3.2006)
Nahe Fremde Anmerkungen zu einem Artikel von Felice Röhrs im Tagesspiegel (23.3.2006)
Wenn die Welt abhanden kommt (16.4.2006)
Moderne Arbeitssklaven – das illegale Geschäft mit der Pflege (18.9.2007)
Ein Engel für Opa (9.1.2008)
Pflege verfahren – über ein Gerichtsurteil über einen Vermittler von Pflegekräften (18.11.2008)
Und hier im wordpress-blog letztes Jahr im November:
Wieder mal: Pflegehilfen aus Osteuropa
Omas neue Polin (19.11.2011)

Krankentransport und Demenz

Krankentransport

Krankentransport

Gestern war ich bei einem Gespräch mit der Ärztin, die Günter im Rahmen einer Strahlentherapie ambulant behandelt hat. Zehn Mal wurde er mit dem Krankentransport einer bekannten Berliner Firma hin- und nach Hause gebracht. Die Firma fährt mit Wagen, die das Signet auf der Abbildung oben tragen durch die Stadt. Bis auf eine Ausnahme war es katastrophal und stressig. Grundsätzlich kamen die Fahrer knapp, meistens aber zu spät – und zwar erheblich zu spät. Einmal hatte Günter um 12.00 Uhr einen Bestrahlungstermin und das Fahrzeug holte ihn erst um 12.40 ab. Die Entfernung beträgt laut Routenplaner drei Kilometer und wenn man durchfahren kann, dann dauert es etwa 8 – 10 Minuten. Als ich nun die Herren bei dieser extremen Verspätung fragte, warum sie erst jetzt kämen, antworteten sie mir, sie hätten den Auftrag erst vor 15 Minuten erhalten.

Immer wieder rief ich bei der Firma H. an und mußte nachfragen, warum der Wagen denn noch nicht da sei und wie lange es noch dauert. Ich bekam immer nur verschwommene Aussagen und merkwürdige Begründungen wie beispielsweise, daß Liegendtransporte Vorrang hätten – Günter wurde in einer Sitztrage transportiert.

Eine Nachfrage bei der Krankenkasse erbrachte die Auskunft: „Das macht die Charitè. Da können wir nichts machen“. Darüber – und über anderes – wollte ich mit der behandelnden Ärztin sprechen, denn warum muß die Klinik mit einem Krankentransportunternehmen zusammenarbeiten, dessen schlechte Organisation ein unnötiges Maß an zusätzlichem Streß für die Kranken bedeutet. Bei dem einen optimalen Transport war Günter nach nicht einmal eineinhalb Stunden zuhause. Bei den suboptimalen Transporten dauerte es mindestens drei meistens vier Stunden und mehr. Wenn er nicht pünktlich zu seinem Termin da ist, dann muß er sich quasi hinten anstellen. Er hatte immer wieder Angst, daß er überhaupt nicht mehr dran kommt. Dazu kam, daß die Verwaltung des Krankentransportes den Fahrern falsche oder keine Angaben über den Transportweg machte. So wurde Günter einmal eine dreiviertel Stunde in ein anderes Krankenhaus transportiert.

Was ich von der Ärztin zu diesem Thema erfahren habe hat mich einigermaßen überrascht. Die Ärztin erzählte mir, daß das Kapitel Krankentransport eines der sehr unerfreulichen ihrer Arbeit sie. Jeden Tag gäbe es unendlich viel Ärger damit. Wenn ein Patient einen Krankentransport zu einer ambulanten Therapie benötigt, dann schreibt sie das dem Patienten auf. Mehr hat das Krankenhaus eigentlich nicht mehr damit zu tun. Der Patient setzt sich dann mit seiner Krankenkasse in Verbindung. Die Krankenkasse hat Verträge mit verschiedenen Transportunternehmen. Darunter kann der Patient sich dann ein Unternehmen aussuchen. In der Praxis läuft es dann oft so, daß das Krankenhaus gleich diese Verordnung an die Krankenkasse faxt um das Verfahren zu beschleunigen und die Krankenkasse dann sich mit einem Transportunternehmen in Verbindung setzt, das zu ihren Vertragspartnern gehört.

Außerdem erzählte die Ärztin, daß das Sozialgesetzbuch, das den rechtlichen Rahmen dieser Krankentransporte festlegt, vorschreibt, daß die Patienten von zuhause bis zum Eingang der Therapie-Einrichtung, in der die Behandlung stattfindet, bringen müssen. Es gäbe aber durchaus Verträge von Krankenkassen mit Transportunternehmen, die -gesetzeswidrig – festlegen, daß der Transport von der Wohnung zum Klinikgelände erfolge. Gerade bei dementiell veränderten Patienten könne das zur Folge haben, daß die dann mangels ausreichender Orientierung auf dem Klinikgelände umherirren. Es sei dabei auch schon vorgekommen, daß demente Patienten zu Schaden gekommen seien. Da habe dann die Krankenkasse versucht, das Krankenhaus haftbar zu machen.

Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Multiprofessioneller Masterstudiengang: Versorgung von Menschen mit Demenz

Zum nächsten Wintersemester startet die Universität Witten / Herdecke einen Master-Studiengang „Versorgung von Menschen mit Demenz„. In der Presseerklärung heißt es:

In der zukünftigen Gesundheitsversorgung werden immer mehr Berufe und Bereiche des Alltags mit dem Thema „Demenz“ und mit demenziell erkrankten Menschen konfrontiert. Demenz stellt damit eine bedeutende sozialpolitische, ökonomische, humanitäre, zivil­ge­sellschaftliche und, beruflich betrachtet, eine multiprofessionelle Herausforderung dar, die in Deutschland im Bereich der Berufs­feldforschung und der Hochschulbildung bisher wenig berücksichtigt wurde.

Weil die Demenz nicht vor Fächergrenzen Halt macht, tut der Studiengang zum Thema dies auch nicht. Beteiligt an Lehre und Forschung sind deshalb alle drei Departments der Fakultät für Gesundheit (Humanmedizin, Pflegewissenschaft, Zahnmedizin) und ein Stab von Experten aus unterschiedlichen Berufsgruppen.

Es sind 24 Stipendien zu vergeben. Eine 16seitige Informationsbroschüre kann hier heruntergeladen werden.

Freiwilligendienst im Seniorenheim bei Demenzkranken

„Bufdis“ werden sie genannt, die seit 1. Juli im Einsatz sind und die 90 000 weggefallenen Zivildienststellen ersetzen sollen. Eine Altersbegrenzung gibt es für den Bundesfreiwilligendienst nicht, und der Einsatzzeitraum kann bis zu zwei Jahre gehen. Die erste Freiwillige ist eine 71jährige Berlinerin, die in einem Seniorenheim bei Demenzkranken im Einsatz ist. Die Berliner Morgenpost berichtet darüber, und so bewundernswert ich so ein Engagement finde, so wird schon in diesem Artikel deutlich, wo die Grenzen liegen. Da heißt es:

Gabriele Petersen steht mit Vilanda im Garten der Villa Albrecht, einem Seniorenwohnprojekt in Tempelhof. Sie reicht den Welpen den alten Menschen, die in Decken gewickelt im Stuhlkreis um sie herum sitzen. „Sehen Sie, er mag Sie – Tieren kann man nichts vormachen“, sagt Gabriele Petersen zu Frau Zimny und lächelt aufmunternd. Frau Zimny tätschelt Vilanda vorsichtig mit den Fingerspitzen. Als der Hund sich an ihre blassgelbe Strickjacke schmiegt, lächelt auch sie zufrieden

Für Demenzkranke ist der Umgang mit Tieren sehr hilfreich. Für meine Mutter war der wöchentliche Besuch von Therapiehund Largo ein Highlight im Heimleben. Largo war zwei Jahre lang im Rahmen einer Therapiehunde-Ausbildung auf seinen Einsatz bei Demenzkranken vorbereitet worden. Was ich hier lese, finde ich wenig hilfreich – und weder für den Welpen noch für die Demenzkranken angemessen, auch wenn die Morgenpost das weiter unten im Artikel als „tiergestützte Therapie“ bezeichnet. Wenn Frau P. im Mai ihre Bufdi-Erklärung unterschrieben hat, dann stellt sich für mich die Frage, wann und wie denn die Vorbereitung auf den Einsatz im sozialen Bereich gelaufen sein soll.

Der ganze Artikel ist hier nachzulesen.

Angehörigenbashing …

Immer wieder gerät in Politsendungen die Pflege in Heimen oder zuhause in den Fokus. Das ist auch gut so. Nicht gut ist, wenn derartige Beiträge immer wieder gern mit dem einleitenden Satz versehen werden: „Viele wollen ihre alten und pflegebedürftigen Eltern nicht ins Heim abschieben„. Ich würde mal sagen: Niemand will Angehörige abschieben, sondern jede/r ist um die bestmöglichen Bedingungen bemüht. Die können je nach persönlicher Situation des Pflegebedürftigen oder der pflegenden Angehörigen (meist sind es nach wie vor Frauen – machen wir uns nichts vor: Töchter, Schwiegertöchter, Ehefrauen) sehr unterschiedlich sein.

Niemand macht sich die Entscheidung für ein Pflegeheim leicht, aber es gibt Lebenssituationen, in denen ein Heim die einzige für alle Beteiligten sozialverträgliche Alternative ist. Selbst wenn ich nicht berufstätig wäre, hätte ich Mama nicht zuhause pflegen können. Meine Wohnung, die Breite der Türrahmen – schon damit hätte es angefangen. Das Heim konnte ihr Angebote zur Verfügung stellen, die auf privater Basis nicht zu organisieren gewesen wären: Beschäftigungstherapie, Hundebesuch, Gottesdienst und eine Fachlichkeit in der Pflege rund um die Uhr, die ein fachfremder Angehöriger selbst mit Unterstützung eines Pflegedienstes nicht bewerkstelligen kann.

Krankengymnastik kann man noch zuhause organisieren, aber Therapiehunde gibt es nicht in ausreichender Zahl. Die reichen noch nicht mal für alle Heime, die Interesse haben. Und wer hat schon so eben mal einen auf dementiell veränderte Menschen abgestimmten G-ttesdienst in der Nachbarschaft? Das Heim nimmt einen zwar die körperlichen Aspekte der Pflege ab, aber es bleibt trotzdem mehr als genug zu tun …

Wichtig wäre, daß politisch die Rahmenbedingungen vorhanden sind, die Pflege ermöglichen – in der eigenen Umgebung oder im Heim.

Zum Weiterlesen:
In dem Beitrag „Neulich in der Alzheimer Angehörigengruppe“ habe ich früher schon mal erzählt, wie es für pflegende Angehörige ist, wenn der Gedanke ans Pflegeheim näher rückt und unausweichlich wird, weil man es zuhause nicht mehr schafft.

Mitmachen!

Zeigen Sie der Bundeskanzlerin die gelbe Karte für ihre Gesundheitspolitik – so heißt eine Online-Aktion des DBFK (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe). Hier kann man sich beteiligen. Unter vorgegebenen Antworten kann ausgewählt werden, aber auch eigene Statements sind möglich. Bereits über 14000 Stimmen sind abgegeben worden. Aufmerksam geworden bin ich durch das Whocares-Blog, in dem viel Lesenswertes über Gesundheitspolitik zu finden ist.

Weitergedacht: epidemische Ausmaße

Neulich als beim Auslandsjournal der Moderator einen Beitrag über eine Alzheimer-Siedlung in den Niederlanden einleitete, wies er darauf hin, daß in Deutschland in jeder Stunde bei zwanzig Menschen eine Demenzdiagnose gestellt wird. Das sind dann – so wie Statistiken funktionieren – jeden Tag 480 (vierhundertachtzig) Neuerkrankungen, 3360 (dreitausenddreihundertsechzig) Neudiagnosen pro Woche und 13340 jeden Monat. Das ist eine Kleinstadt. Im Jahr wären das 160 080 Neuerkrankungen. Das sind mehr Menschen als in Oldenburg mit 157 000 Einwohnern leben.

Kann das wirklich stimmen? Das ist ja astronomisch. Ich befrage die Suchmaschine meines Vertrauens und finde auf der Seite Medizininfo folgende Angaben:

Jedes Jahr erkranken zuvor gesunde Menschen neu an einer Demenz. Diese Zahl der Neuerkrankungen nennt man auch Inzidenz. In Deutschland sind das etwa 231.000 Neuerkrankungen bei den über 65. Jährigen. Davon entfallen auf die Alzheimer Erkrankung etwa 125.000.
Jedes Jahr erkranken über 200.000 Menschen neu.
Derzeit wird die Zahl der Betroffenen in Deutschland auf 935 000 geschätzt.

Zum Vergleich: Köln hat derzeit 998 105 Einwohner.

Und wie der bloggende Neurologe DrGeldgier immer wieder so schön und zutreffend sagt: „Demenz ist eine Familienkrankheit“.

Wenn ich mir das vor Augen führe, dann finde ich, daß über Demenz noch viel zu wenig gesprochen wird. Fazit: Demenz ist eine gesellschaftspolitische Herausforerung und wir haben es noch nicht kapiert.

Ich bin am Ende meiner Kraft …

sagt eine 66jährige pflegende Angehörige bei der Fachtagung Demenz in Groß-Umstadt. Dabei lebt diese Frau, was Unterstützungsangebote angeht, in einer sehr privligierten Situation. So heißt es in einem Zeitungsartikel über diese Tagung:

»Mein Mann ist 40 Stunden wöchentlich in der Betreuung, ich nutze also das Angebot, das es gibt, so gut wie möglich aus«, sagt Elisabeth Förster, »trotzdem bleiben noch 128 Stunden in der Woche, die ich für ihn verantwortlich bin«.

Von der Zeit, in der ich selbst eine Angehörigenselbsthilfegruppe besucht habe, an der vorwiegend alte Menschen teilnahmen, die ihre Ehepartner zuhause pflegten, kann ich mich an niemand erinnern, der eine Tagespflege in diesem Umfang wahrnehmen konnte. Üblich waren bei einigen Teilnehmenden 20 Stunden, in sehr seltenen Fällen dreißig Stunden. Aber die meisten hatten nur einmal oder zweimal wöchentlich ein vormittägliches Entlastungsangebot.

»Ich hatte mir mein Leben anders vorgestellt, als es jahrelang mit einem Mann mit Alzheimer zu verbringen«, sagt die 66-jährige Elisabeth Förster. 55 Jahre war sie, als bei ihrem Mann, einem selbstständigen Ingenieur, mit 59 Jahren diese Krankheit des Vergessens diagnostiziert wurde.»

Sie erzählt in dem Artikel über ihre Wut und kommt zur Einschätzung: „Ich bin am Ende meiner Kraft“.

Leider vermittelt der Artikel keine Ansatzpunkte. Nur auf ein im Bau befindliches Pflegeheim, in dem Menschen in Wohngruppen leben werden, wird verwiesen. Aber was ist „dazwischen“: Zwischen der Überforderungssituation zuhause und dem Entschluß, den Angehörigen ins Pflegeheim zu geben, der aus emotionalen und finanziellen Gründen meist erst dann fällt, wenn der/die pflegende Angehörige nach jahrelanger Pflege zuhause so fertig ist, daß es gar nicht mehr anders geht.

Die Schlußpassage des Artikels gerät dann doch etwas dürftig, wenn es von einer anderen pflegenden Angehörigen heißt:

»Ich besuche auch am Wochenende oft Workshops und benötige dann den Pflegedienst. Das Geld aus der Pflegekasse hat bei mir bis Mai gereicht, nun muss ich die Betreuung selbst bezahlen«

Schön, wenn sie die finanziellen Möglichkeiten hat, aber was ist mit denen, die das nicht stemmen können? Abgesehen davon denke ich, daß es nicht nur um finanzielle Aspekte geht und um organisatorische, sondern, daß viele Angehörige, die zuhause pflegen immer stärker in eine Isolation geraten: Einerseits, weil sie selber kaum oder wenig raus kommen, denn wer zwei Vormittage ein Angebot für seinen erkrankten Angehörigen hat, braucht diese meist, um Behördengänge und Einkäufe zu erledigen. Vielfach ziehen sich auch Freunde und Bekannte zurück, weil sie sich durch die Veränderungen, die die Krankheit mit sich bringt, überfordert fühlen oder ein anderer, der dement ist, einen damit konfrontiert, was einem selber bevorstehen könnte.

Der Rat am Schluß des Artikels geht an der Realität vieler pflegender Angehöriger vorbei, wenn es heißt:

Nicht resignieren, sondern kämpfen und sich selbst Freiräume schaffen«, rät Rosi Patzer allen Angehörigen, »damit die Kraft lange reicht und das Leben auch mit solch einer Diagnose lebenswert bleibt«.

Denn genau für diese Freiräume gibt es meist keine „Infrastruktur“ oder das Geld ist nicht vorhanden. Deshalb dürfte ein solches Statement für viele betroffene Angehörige wie Hohn klingen.