Volkslieder als Therapie bei Demenzerkrankungen …

Screenshot: Volksliederseite für Demenzkranke

hat Wiebke Hoogklimmer, die gelegentlich hier mitliest und kommentiert, ihre Initiative genannt. Dementiell veränderte Menschen sind gut mit Liedern und Musik ansprechbar. Manchmal eröffnen sich dadurch verschüttete Kommunikationsmöglichkeiten. Wiebke Hoogklimmer hat eine Volksliedersammlung im Internet zusammengestellt. Hier findet man viele Texte von bekannten und weniger bekannten Volksliedern aus ganz unterschedlichen Lebensbereichen (Tageslauf, Jahreslauf, Kinderlieder, Liebeslieder, Abschiedslieder, Wanderlieder, Heimatlieder, Trink- und Tanzlieder, Handwerkerlieder, Jägerlieder, Seemannslieder, geistliche Lieder). Es gibt auch eine alphabethische Sortierung. Aber nicht jede/r singt gut und gern. Deshalb gibt es auch die Möglichkeit eine CD zu bestellen – Hörproben sind eingestellt. Damit wird es manchen Menschen vermutlich leichter fallen mit ihren kranken Angehörigen zu singen.

Weihnachtslieder CDNachtrag November 2013:
Gerade hat Wiebke Hoogklimmer eine neue CD mit Weihnachtsliedern herausgebracht. Näheres dazu hier

Werbeanzeigen

Digitaler Bilderrahmen

Bis jetzt habe ich Mama immer Zeitschriften mitgebracht und darauf geachtet, daß Geschichten von Promis enthalten waren, die ihr noch ein Begriff sind. Sie kann zwar noch buchstabieren, aber nicht mehr sinnerfassend Texte lesen. Bis vor kurzem beschränkte sich das zwar auf Überschriften oder Bildunterschriften, aber jetzt kann ich nicht mehr mit ansehen, wie sie sich quält abmüht und immer neue Anläufe unternimmt. Nun habe ich ihr beim Markendiskounter (Nordvariante) einen digitalen Bilderrahmen besorgt und auf einem Speicherstift Fotodateien überspielt. Das ist wirklich eine tolle Erfindung.

Photobucket

Heute habe ich nun ausprobiert, ob ihr das gefällt. Als ich nachmittags ankam, war sie gerade hingelegt worden, weil sie so müde und schlapp war. Die anderen Mitbewohnerinnen hingen auch ziemlich in den Seilen. Ich unterhielt mich eine Runde mit einigen Mitarbeitenden. Schließlich wachte Mama auf. Ich brauchte einige Zeit bis das Teil funktionierte. Ich hatte damit gerechnet, daß ich mit Mama vielleicht zehn Minuten oder höchstens eine Viertelstunde Bilder anschauen kann. Sie war ganz angetan und vertieft. Wir waren weit über eine halbe Stunde zugange. Am Besten haben ihr Blumensträuße und Flußlandschaften gefallen. Gegessen hat sie sehr gut und gesprochen hat sie zusammenhängend und durchgehend bairisch. Eine Mitarbeiterin, die Mama nicht verstand, fragte mich, ob ich alles verstehe, was Mama sagt. Sie verstand nämlich überhaupt nichts, wie sie sagte.