Pflegefamilien für Demenzkranke

Ich hatte schon vor einiger Zeit von Modellprojekten in Bayern und Baden Württemberg gehört, die für Demenzkranke Familien suchen, in denen sie mitleben können. Ein Artikel in der Zeit beschreibt, wie Irmgard Zellner-Hönl und die demenzkranke Cilly ihren Alltag miteinander gestalten: Hier kommt Cilly. Frau Zelner-Hönl sieht es als ihre Berufung an. Für die öffentliche Hand lohnt sich diese Variante, denn sie ist preiswerter als jedes Heim oder jede Demenz-Wohngemeinschaft. 800 Euro im Monat erhält die Gastfamilie.

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Arbeitsbesuch beim Alzheimer-Projekt in den Niederlanden

Nein – ich war nicht dort und ich habe es auch nicht vor. Eines der meist verwendeten Suchworte für dieses Weblog lauten Demenzdorf – Alzheimerdorf – Niederlande – Hogewey. Oft ist das mit der Frage gekoppelt: „Wie kommt man hin“. Gemeint ist dieses Modellprojekt in der Nähe von Amsterdam.

Durch meinen Feedreader erfuhr ich auf der Website vom Innovationskreis Demenz über eine Studienfahrt zu diesem Ort. Genauer gesagt handelt es sich um die Möglichkeit zu einem eintägigen Arbeitsbesuch für Deutschsprachige im Januar. Zielgruppe sind Leute, die beruflich mit dementiell veränderten Menschen zu tun haben. Auf 50 ist die Zahl der Teilnehmenden beschränkt, und es kostet pro Person 295,00 Euronen. Das hat es mir die Sprache verschlagen, und ich wollte wissen, was genau an diesem Studientag passiert. Von 13.00 bis 16.00 h ist man inhaltlich zugange. Das Programm ist hier als PDF-Datei eingestellt.

295,00 Euro ist sehr heftig, wenn jemand das Projekt mal kennenlernen will. Das ist in Deutschland im sozialen Bereich überhaupt nicht üblich. Allerdings habe ich aus dem Programmablauf den Eindruck gewonnen, daß der sich eher an Leute richtet, die selber ein solches Projekt aufziehen wollen, weil auch Bauzeichnungen etc. vorgestellt werden.

Hier gibt es noch einen Artikel aus der Berliner Zeitung vom 26. Oktober 2010 mit einigen kritischen Gedanken zum Konzept der „Alzheimer-Siedlung“ unter dem Titel: „Der Traum von Hogewey“.